Antiglobalistische Parteien  haben in der BRD weiter keinen Erfolg.

Die Träume vom Marsch auf die Fünf-Prozent-Hürde sind zerplatzt, auch bei dieser Wahl in Berlin hatte keine Partei aus dem antiglobalistischen Spektrum eine Chance auf den Einzug ins Abgeordnetenhaus. Selbst das große öffentliche Interesse an den Thesen Thilo Sarrazins nutzten der  NPD, Pro Deutschland und der Partei Die Freiheit nichts. Alle drei Parteien fanden sich am Wahlabend im Topf der Sonstigen wieder. Die NPD behauptete sich allerdings als stärkste Kraftdiesem Milieu. In einer Hochrechnung der Landeswahlleiterin nach der Auszählung von 97 Prozent der Zweitstimmen kam die NPD auf 2,1 Prozent (2006: 2,6), Pro Deutschland auf 1,2 Prozent und Die Freiheit auf ein Prozent.

Die Anti-Globalisten, teils auch als Euro-Skeptiker bezeichnet, ,schnitten im Ostteil der Stadt, wie zu erwarten, besser ab als im Westen. Die NPD kam im Osten auf 2,9 Prozent, vor fünf Jahren waren es allerdings noch vier Prozent gewesen. Im Westen erreichte die  NPD  Partei 1,6 Prozent (1,7). Pro Deutschland bekam in der Osthälfte 1,4 Prozent, im Westen waren es 1,1. Die Freiheit erhielt im Osten 1,1 Prozent, im Westen 0,9.

Am späten Abend zeichnete sich ab, dass die NPD auch wieder in mehrere Bezirksverordnetenversammlungen(BVV) einzieht. Das betrifft Treptow-Köpenick (4,5 Prozent), Marzahn-Hellersdorf (4,1) und Lichtenberg (3,7). In diesen Bezirken und in Neukölln hatte die NPD auch 2006 Mandate in den BVVen errungen. Am Sonntagabend blieb es jedoch offen, ob die NPD auch in Neukölln wieder Sitze in der BVV bekommt, zuletzt lag sie bei glatt drei Prozent. Bei den Wahlen zu den BVVen reichen etwa drei Prozent, um Sitze zu erhalten. Bei Pro Deutschland und der Partei Die Freiheit war nicht zu erkennen, dass es für den Einzug in eine BVV irgendwo  reichen könnte.

Als einen Grund für die mäßige Resonanz bei den Wählern nannte NPD-Chef Udo Voigt am Abend den Erfolg der „Piraten“. Diese Partei habe „den Reiz des Neuen“, sagte Voigt kurz nach den ersten Hochrechnungen dem Tagesspiegel. „Das hat besser gezogen, vor allem bei den  Jung- und Erstwählern“. Der Parteichef beklagte zudem, dass Pro Deutschland und Die Freiheit der NPD Konkurrenz gemacht haben. „Wenn drei rechte Parteien antreten, dann schafft es keine von denen.“ Voigt hoffte jedoch, dass die NPD in mehreren Bezirksverordnetenversammlungen Sitze einnehmen kann.

Vor fünf Jahren hatte die NPD in Neukölln, Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf und Treptow-Köpenick insgesamt elf Mandate bekommen. Mehrere Bezirksverordnete gingen dann jedoch der Partei verloren. Voigt selbst trat jetzt wieder als Kandidat für die BVV Treptow-Köpenick an und dürfte es geschafft haben, obwohl die NPD mit 4,5 Prozent deutlich weniger Stimmen bekam als 2006 - damals waren es  5,3 Prozent. Allerdings erreichte die rechtsextreme Partei in Treptow-Köpenick auch bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus mit 4,1 Prozent (4,6) der Zweitstimmen ihr bestes Ergebnis. Bei den Erststimmen holte die Partei in Marzahn-Hellersdorf im Wahlkreis 1 immerhin 7,6 Prozent, Pro Deutschland kam hier auch noch auf 4,7 Prozent und Die Freiheit errang 4,1 Prozent.

Von den in einigen Regionen deutlichen Stimmverlusten der NPD konnten Pro Deutschland und Die Freiheit kaum profitieren. Es ist sicher nicht hilfreich, dass drei rechte Parteien angetreten sind, sagte Manfred Rouhs, Vorsitzender von Pro Deutschland und Spitzenkandidat bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus. Außerdem hätten die Piraten einen gehörigen Teil des Protestpotenzials abgeschöpft. Am besten schnitt Pro Deutschland in Marzahn-Hellersdorf ab, hier bekam die Partei 2,4 Prozent der Zweitstimmen. Bei den Erststimmen schaffte die Partei in Lichtenberg im Wahlkreis 1 sogar 9,8 Prozent NPD und Die Freiheit waren hier allerdings nicht angetreten. Ein Hinweis auf die Schnittmenge der Wähler aller drei ultrarechten Parteien. Mit anderen Worten, wo nur eine der 3 antiglobalistischen Parteien antritt, bekommt die alle Stimmen. Pro Deutschland will nun mit der gleichfalls islamfeindlichen Partei Die Freiheit ins Gespräch kommen. Unseretwegen hätte es keine Konkurrenz geben müssen, sagte Rouhs von Pro Deutschland.. Die Inhalt von Pro Deutschland seien mit denen der Partei Die Freiheit im wesentlichen identisch. Mit der NPD will Rouhs jedoch nichts zu tun haben. Dass Pro Deutschland den Bezirksverordneten und ehemaligen Berliner DVU-Chef Torsten Meyer übernahm, der bis Dezember 2010 mit der NPD eine Fraktion in der BVV Lichtenberg gebildet hatte, sieht Rouhs jedoch nicht als Indiz für eine rechtsextremistische Einfärbung von Pro Deutschland. Meyer trat für Pro Deutschland als Kandidat auf der Landesliste an. Warum nun neben Die Freiheit und Pro Berlin noch eine Konservative Partei antritt, die sich aus unserer Sicht nicht von Die Freiheit und Pro Berlin unterscheidet, können wir uns auch nicht erklären. Die 3 zuletztgenannten Parteien sind allesamt judenfreundlich und die NPD würde aus diesem Grund auch nicht in einen solchen Dreierpakt hineinpassen.

Enttäuschung war auch bei René Stadtkewitz von „Die Freiheit“ zu hören, dem Chef und Spitzenkandidaten der Partei „Die Freiheit“. Angesichts geringer finanzieller Mittel habe „Die Freiheit“ „einen Wahlkampf auf sparsamer Flamme“ geführt, sagte Stadtkewitz. Selbstkritisch meinte er, auch die Wahlplakate seiner Partei seien „nicht ganz so toll“ gewesen, „die hätten provokanter sein müssen“. Stadtkewitz beklagte zudem, es habe der Partei geschadet, „dass sie in den Medien „in einem Atemzug mit NPD und Pro Deutschland genannt wurde“.

Die Ökologisch-Demokratische Partei siedelt sich selber in der politischen Mitte an. Seit 1982 versucht sie, kommunal zu punkten - vor allem mit den Schwerpunkten Umwelt- und Familienpolitik.
In Bayern ist sie damit in einigen Landkreisen erfolgreich.
Die ödp möchte Berlin "bürgerfreundlicher, sozialer und noch liebenswerter" gestalten. Konkrete Forderungen beziehen sich auf die Verkehrspolitik, wie etwa die Neuausschreibung der S-Bahn und den Ausbau des Radwegenetzes. Die Partei ist gegen eine Verlängerung der A 100. Die Versorgungsbetriebe( Gas. Elektrik, Wasser, Verkehrsmittel) gehören für die ödp in öffentliche Hand.
Zudem setzt sich die ödp für den Erhalt der Grünflächen und Kleingärten ein. Ein Schwerpunkt ihres Wahlprogramms liegt auch in der Bildungspolitik. Dort sollen die Grundsätze "gleiche Bildungschancen für alle", "nachhaltige Investitionen in Schulen und Hochschulen" sowie "Dialog mit den Betroffenen" gelten. Die ödp ist im überwiegenden Teil anti-globalistisch.  Sie steht auf der Seite der Euro-Skeptiker, ist aber in Berlin bisher kaum bekannt.
Die “Piratenpartei” konnte die Stimmen der Protestwöhler auf sich vereinigen. Sie ist aber eine globalistische, linke Partei, auch, wenn sie für Datenschutz und gegen Zensur im Internet eintritt.

Sie will andererseits das Patentrecht  und die Copy-Right .lockern.  Das würde Erfinder, Schriftsteller, Journalisten, Dichter, Musiker  und andere Künstler um ihren gerechten Verdienst bringen. Ausserdem treten die „Piraten für eine noch liberalere Asylantengesetzgebung ein und stehen damit in der Völkervermischungspolitik völlig an der Seite der Globalisten.. Aber so lange sich anti-globalistische Parteien wie NPD, Die Freiheit und Pro Deutschland nicht mit Nachdruck als Protestpartei darstellen, haben sie es verdient daß die Piraten gewlhlt werden. Wer von den Wählern der Piraten hat wohl deren vollstöndiges Parteiprogramm gelesen?

 

Ergebnisse der kleinen Parteien bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin

am 18. September 2011, Ergebnisse der grossen Parteien finden Sie in den Fernseh-Nachrichten

Wahlberechtigte: 2469702

Wähler: 1486616 Wahlbeteiligung: 60,2 Prozent, Ungültige Stimmen 23947 `=1,6 %

Zweitstimmen    Anzahl 2011                 Prozente           Im Vergleich zu den Wahlen 2006

                                                                       Anzahl der Stimmen      Prozente

 

FDP                 26916               1,8                   104 584                        7,8

NPD                 31243               2,1                   35  229                         2,6                   verlor 0,5,%

FAMILIE             -1421              0,1                  2006 nicht angetreten  -

PBC                        -nicht angetreten                2006 ebenfalls nicht angetreten

AB                      - - -nicht angetreten                2006 ebenfalls nicht angetreten

Büso                1686                 01                    2325                            0,2

REP                      -nicht angetreten

FREIE WÄHLER-   -nicht angetreten

ödp                    1932               0,1                   2006 nicht angetreten

Tierschutzpartei   21612            1,5       11707                           0,8   -

Die PARTEI        -12846            0,9                   2006 nicht angetreten

PIRATEN          129759             8,9                   2006  nicht angetreten

Pro Deutschland 17829             1,2                  2006 nicht angetreten‘‘                          ‚+1,2%

Die Freiheit       14019               1,0                   2006 nicht angetreten                            +1,0%

Konservative      2334                0,2                   2006 nicht angetreten                            +0,2%/‚‘‚

Familie             1421                 0,1                   2006 nicht angetreten

Unabhängige     829                  0,1                   2006 nicht angetreten

                                                                       Zunahme Anti-Globalisten nur              1,9%